GEAB N° 31 globale Insolvenz
Samstag, 17. Januar 2009 | Autor: veritas
die französischen Forscher rufen 2009 als das Jahr der Insolvenz aus. In der IV
Phase der Krise, breitet sich die globale Insolvenz aus.
Da die allgemeine Verschuldung weltweit schon die unvorstellbare Summe von
30.000 Milliarden ausmacht, wird von verstärkten Insolvenzen der verschuldeten Teilnehmer ausgegangen. Länder, Organisationen (öffentlich oder
Privat) werden Konkurs anmelden müssen. Das verstärkt natürlich auch die
sozialpolitischen Risiken.
Eine Studie von Control-Risks ist hier, zu nicht überraschenden Einsichten gekommen.
Im neuen GEAB wird auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Struktur der
Krise beleuchtet. Das Spannungsfeld zwischen Liquidität und Solvenz, wenn die
Rendite wegbricht und keine Fremdkapitalzinsen mehr bezahlt werden können
wird die kommende deflationäre Phase einleiten.
Zinssenkungen und Rettungspakete wirken in so einem Umfeld eher destruktiv
oder aufschiebend, da der Verlust immer wieder das Eigenkapital aufzehrt.
Da in einer Deflation natürlich auch alle Anlagegüter an Wert verlieren, werden
die Bilanzen weiter ausgedünnt, was letztendlich in die Insolvenz führt. Mit
grossen Steuerausfällen für den Staat, der dann auch bankrott geht.
Das fehlende Vertrauen in Auftragsbücher, Forderungen, Sozialsystem, Banken
Staatshaushalt etc. verstärkt natürlich die Lage, zusätzlich zu den physischen
Risiken.
Man sollte aber durch die Dynamik der Krise, wie sich historisch auch durch diesen interessanten Bericht zeigt, die Ursachen dieser nicht aus den Augen
verlieren.
Auch dem deutschen Finanzminister wird schön langsam klar, das Löschwasser
ist eher Benzin:
Einfach ehrlich, einfach Steinbrück.
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