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GEAB 33° ist angekommen

Dienstag, 17. März 2009 | Autor: veritas

LEAP 2020 gibt den G20 Treffen am 2.April noch eine Chance das Ruder
herumzureissen. Was aber kaum geschehen wird, da die internationalen
Differenzen schon zu gross sind. 

Gelingt am G20-Gipfel keine umfassende Neuordnung des Finanzsystems tauchen wir in eine finstere Dekade ein. In der neue Ausgabe wird ein Interesse der USA unterstellt, die Expansion des alten Europa in dass neue Europa (mit Ostblockstatten) zu torpedieren.

In der Gemengenlage der internationalen Nachrichten soll von Seiten der USA die Finanzkrise in den Ostblockstaaten überhöht dargestellt werden, um eigene Interessen durchzusetzen. Dass mag schon so stimmen, nur wird übersehen, dass die Lage in den CEE-Ländern tatsächlich prekär ist.

Beim Übergang von der Planwirtschaft in die Marktwirtschaft waren nämlich keine werthaltigen Assets vorhanden, oder anders wie wurden Sie bewertet.

Im Westen wo seit Jahrzehnten die Zinsen die Werte von Grundstücken, Immobilien hochgetrieben haben, kann man werthaltigeres unterstellen. Vor allem wer bezahlt die aufgenommenen Kredite. Die Krise in den USA und GB kann natürlich nicht mit den CEE-Staaten verglichen werden, nur sind die CEE-Länder auch nicht mit einem hochindustriealisierten Standard ins Rennen gegangen.

Anders gesprochen, ein realwirtschaftlicher Einschlag wirkt sich auf dass niedrigere realwirtschaftliche Niveau anders aus, wie in den Industriestaaten. Einen Gewinn von Raiffeisen International von 17% in 2008 soll man daher nicht überbewerten, zumal die Sparquoten in den CEE-Ländern wesentlich niedriger sind.

Warum sorgt sich Österreich um dass Triple AAA-Rating, natürlich liegt es vielleicht im Interesse der Rating-Agentur Moody’s, gewisse Länder zu schwächen um die USA in eine vorteilhafte Position zu bringen. Nur dass sind dann schon Anzeichen von einem echten Depressions-Wirtschaftskrieg.

GEAB bleibt wie immer auf Schiene, mit der einen alten Meinung das Europa nicht so betroffen sein wird, wie USA und GB.

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Thema: Finanzkrise

Kommentare und Pings sind geschlossen.

4 Kommentare

  1. Naja, GEAB muss man auch mit einiger Vorsicht genießen, denke ich - vor allem wenn sie sich von ihrem gewohnten Area auf soziologische Gefilde wagen und dort Prognosen abgeben. Wer GEAB schon länger verfolgt, weiß auch um die etwas ambivalente Situation um die Treffsicherheit ihre Prognosen, vor allem (und seltsamerweise), wenn es um Kurzzeitprognosen geht. Ich erinnere an zwei Vorhersagen: Noch im November haben sie den Dollar für den Jahreswechsel bei 1.60 gesehen. Und zur gleichen Zeit haben sie den totalen Kollaps des Währungssystems für Anfang März 2009 prophezeit. Ach halten sie nach wie vor Österreich und Deutschland für Länder, die mit einem “minor impact” davon kommen werden (gerade bei Deutschland ist mir diese fortgeschriebene Prognose völlig unverständlich). Die massive Pleitewelle in der Realwirtschaft, die sie für die ersten drei Monate dieses Jahres vorhergesagt haben, ist (folgerichtig mit dem Scheitern ihrer Prognose über den Währungszusammenbruch) ebenfalls obsolet.

    In den Grundsätzen analysieren sie brillant, aber sobald sie sich auf das Terrain mit Daten und Datum wagen, scheitern sie nicht minder grandios wie so ziemlich alle Institute. Was ja auch nicht verwundert, es gibt keine verläßlichen Prognostikmodelle für chaotische Situationen und Systeme…

  2. sehe ich auch so, wobei es realwirtschaftlich in der EU nicht gerade zum besten bestellt ist. Im Zeithorizont von 3-6 Monaten könnte die Prognose mit der Pleite
    welle in Europa schon hinkommen. Speziell auch in Österreich, wo viele Unternehmen mit wenig bis gar keiner Fremdfinanzierung aufgrund der Auftragslage und den Einbringlichkeiten von Forderungen in Schwierigkeiten kommen.

    Wenn der G20-Gipfel am 2.April scheitert, was ich persönlich glaube, dann geht es weiter.

  3. Da muß ich bitte als äusserst aufmerksamer Krisenanalyst und kritischer GEAB-Abonnent ein wenig richtigstellen:

    Ihre Analysen sind brillant, nur muß man sozusagen immer mit einberechnen, daß sie zu voreilig sind und die großen Entwicklungen an die 6-12 Monate zu früh antizipieren. So wie sie z.B. den großen Aktiencrash zuerst schon für 2007, glaube ich wars, vorausgesagt hatten.
    Das lässt sich wahrscheinlich dadurch erklären, daß die GEAB-Forscher einen sehr klaren und ungetrübten Blick auf das politische und wirtschaftliche Geschehen haben, dabei aber die Trägheit und das Maß der Täuschung der Öffentlichkeit und finanz- bzw. politischer Akteure unterschätzen.
    Eben so wie sich der kritische und aufgeklärte Mensch seit Monaten fragt warum der Dollar noch nicht bei 2 (zu Euro) wäre bzw. überhaupt noch etwas wert ist und es dem Dow nicht mehr wie dem Atx gegangen ist. Aber viele Menschen glauben eben noch an des $ “Wert” und die “sicherer Hafen Funktion” (abgesehen von der hohen Nachfrage durch Deleverage etc..)

    Noch dazu werden die Prognosen jährlich in ausführlicher Weise evaluiert (letzte Jänner- oder Dezemberausgabe) und das so Erkannte fliesst in die weitere Analyse mit ein - aus Fehlern lernt man.

    Die Dollar-1,60 Sache könnte sich ja übrigens bald ergeben, man sehe sich nur den EUR/Dol Chart an, nachdem die Fed heute um 19:17 den Kauf von US-Bonds verkündet hatte. Huiiii, sag ich nur.

    Ich stimme völlig zu, daß sie mit den Europa betreffenden Analysen bisher zu optimistisch waren, aber erstens hat sich das seit der letzten Ausgabe (Feb) auch erledigt und zweitens ist die Vehemenz der Krise in Europa kein bisschen mit der in den USA zu vergleichen - in Österreich hat meines Wissens noch keine Shoppingmall dicht gemacht, keine großen Handelsketten bankrott, nicht ganze Straßenzüge die Läden dicht, ganze Gegenden vor der Foreclosure geflohen, so viele Banken pleite, Zeltstädte, Verkaufszahlen in den meisten Branchen 20-30% minus, bis auf Alcohol & Firearms usw…

    Da ist es im Vergleich in Europa noch recht ruhig. Daß die üblichen Demonstrationen und Protestaktionen von angloamerikanischen Finanzmedien gleich groß als “Riots!” ausgeschlachtet werden, passt ja ins Bild (s.Blog).

    Kann Ihnen hierzu die sehr gute Seite

    http://www.chrismartenson.com/

    empfehlen - sehr gute Backgroundinfos und Berichte lokaler US-Medien; auch sehr gute Analysen dort, wenn Sie ein wenig von der tatsächlichen Lage in den USA mitbekommen wollen.

  4. eine punktgenaue Prognoselandung im Zeithorizont ist immer schwierig, dass sollte man auch den GEAB-Leuten zugestehen. Mit der europäischen
    Osteuropa Einschätzung gehe ich aber nicht ganz konform. Darum meine ich, dass die Pleitewelle so ab Juni, durchaus auch in Europa in Gang kommen könnte und wahrscheinlich auch wird.

    w.o. beschrieben, haben viele “gesunde” öst. Unternehmen schon mit Forderungseinbringungen bzw. Auftragsverlusten zu kämpfen, in anderen europäischen Ländern detto.

    Der aufkeimende Protektionismus tut sein übriges zur Sache. Wie gesagt auch die Erwartungen an den G20-Gipfel sind meines Erachtens unrealistisch hoch.

    Das scheitern, ist quasi schon einprogrammiert. Die letzte Wunderwaffe der seltsamen SZR-(Sonderziehungsrechte) des IWF- wird auch an der Quotenregelung scheitern. Ab April wird es wahrscheinlich spannend.
    Danke, für den Link.